Sexualtherapeutische Begleitung Sexualtherapie

 

Konflikte und Schwierigkeiten im Umgang mit der eigenen Sexualität und damit mit dem Zölibatsversprechen, sind für viele ein Hauptgrund zum Verlassen des priesterlichen oder ordenschristlichen Lebensweges.

 

Und obwohl Probleme mit dem Keuschheitsgelübde/dem Zölibatsversprechen nicht selten sind, und - wie Vergangenheit und Gegenwart der Kirche zeigen - nie außergewöhnlich waren, gibt es so gut wie keine spezifischen und qualifizierten kirchlichen Unterstützungs- und Beratungsangebote, ausgenommen Beichte und geistliche Begleitung.  

 

Außerdem sind sexuelle Schwierigkeiten zölibatär lebender Frauen

und Männer innerkirchlich immer noch hochgradig schambesetzt und in extremem Maße tabuisiert: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

 

In diesem Zusammenhang erweist es sich leider immer wieder,

dass kirchliche Obere, aber auch Beichtväter und Menschen, die geistliche Begleitung anbieten, ratlos und überfordert sind, wenn sie von (schweren) sexuellen Störungen im Kontext des zölibatären Lebensentwurfes oder des Keuschheitsgelübdes erfahren.

Gar nicht selten wird aufgrund dieser Hilflosigkeit die pastorale und dienstliche Fürsorgepflicht für den Ratsuchenden vernachlässigt, was meist zu dessen weiterem Rückzug und zur Zuspitzung der Situation führt.

Oder es wird ihm oder ihr vollkommen übereilt nahegelegt, die Priester-bzw. Ordensberufung aufzugeben.   

 

Das Thema von sexuell motivierten Krisen erhält dann zweifelhafte Aufmerksamkeit, wenn Männer oder Frauen öffentlichkeitswirksam am Zölibat gescheitert zu sein scheinen und ihr (Fehl)Verhalten medial skandalisiert werden kann oder sich dafür zu eignen scheint, moralisierend den Stab über die Betroffenen zu brechen.

 

Viele Priester, Priesteramtskandidaten, Ordensfrauen und Ordensmänner fühlen sich deshalb mit ihren Fragen, Sorgen, Nöten und in ihrer Berufungskrise isoliert, sogar von der Kirche im Stich gelassen.

So weitet sich manchmal eine eher punktuelle Schwierigkeit, schnell zur generellen Infragestellung der geistlichen Berufung aus - oft mit sehr weitreichenden Folgen.

 

Zahlreiche im Zölibat lebende Frauen und Männer sind aber auch mehr als vorsichtig, sich einem säkularen Psychotherapeuten oder gar Sexualtherapeuten anzuvertrauen, da sie aufgrund ihres ungewöhnlichen Lebensentwurfes vermuten, auf kopfschüttelnde Verwunderung bis blanke Ablehnung zu stoßen. Viele nehmen auch an, ein so weit Außenstehender könne die Eigengesetzlichkeiten des kirchlich-geistlichen Lebensgefüges nicht wirklich nachvollziehen.

 

Menschliche Sexualität, ihre Wahrnehmung, ihr Umgang mit und unsere Haltung zu ihr, ist nichts Zementiertes und Statisches, sie entwickelt und verändert sich im Laufe eines jeden (geistlichen) Lebens.  

 

Unser Beratungs- und Therapieangebot möchte das An- und Aussprechen sexuell bedingter Schwierigkeiten im Kontext des zölibatären Lebens erleichtern. Es möchte Entlastung, Klärung und Veränderung begleiten und fördern helfen.

 

Dieses besondere Beratungsangebot kann zur Fortsetzung des zölibatären Lebensweges ermutigen und neue positive biographisch-geistliche Entwicklungen anstoßen.

 

Themen in Beratung und Therapie sind beispielsweise:

 

  • Verliebtheit 
  • Internetpornografie
  • Dranghaftes sexuelles Verhalten
  • BDSM 
  • Fetischismus, Transvestitismus, Voyeurismus, Exhibitionismus 
  • Probleme mit der eigenen sexuellen Orientierung (Homo- und Bisexualität, Coming out)
  • (geheime sexuelle) Affären: heterosexuell, homosexuell, bisexuell
  • (geheime sexuelle) Liebesbeziehungen und eheähnlichen Partnerschaften: heterosexuell, homosexuell, bisexuell
  • Pädophile/ephebophile Neigungen 
  • Priester und Ordensmänner als (werdende) Väter, Ordensfrauen als (werdende) Mütter
  • Zölibatär lebende Menschen als Opfer von sexueller Nötigung, sexuellen Übergriffen, von Verleumdung, Erpressung und sexualisierter Gewalt, von (Cyber)Mobbing oder Stalking durch Obere, kirchliche Vorgesetzte, Gemeinde- oder Ordensmitglieder oder andere Personen 
  • ...

 

Jede Anfrage und jedes Gespräch, jedes Telefonat und jeder E-Mail-kontakt wird strikt vertraulich behandelt.

 

Sexualpsychologische

Beratung und Sexualtherapie

für im Zölibat lebende Menschen

 

OFFENE TÜR BERLIN

Zweigstelle Halensee

Joachim-Friedrich-Straße 9

10711 Berlin

 

Fon +49 (0)30 32 10 22 20

 

otb-reich@web.de

 

 

PORTA PATET,

MAGIS COR.